Philippinen 2026

Für Noémie

Wir fliegen auf die Philippinen.

21 Nächte. Zwei Inseln. Kalksteinfelsen, die aus dem Türkis wachsen, Wracks, die zu Riffen geworden sind, und Haie im ersten Licht. Und die ganze Zeit: du und ich.

Noch bis zum Abflug in Zürich

Der Abflug ist am 11. Oktober 2026 um 21:15 Uhr in Zürich.

Nach unten tauchen

Die Route

Von Zürich ins Türkis – und zurück

Ein paar Flüge, ein Boot, ein paar staubige Strassen. Dazwischen drei Wochen, die wir uns beide schon lange schulden.

Karte der Philippinen: Manila im Norden auf Luzon, Coron auf Palawan im Westen, Cebu und Malapascua in der Inselmitte
Karte: © OpenStreetMap-Mitwirkende
  1. 11. Oktober ab Zürich · 12. Oktober, 22:00

    Manila

    Über Abu Dhabi, Landung nach Einbruch der Dunkelheit. Eine Nacht beim Flughafen, mehr braucht es nicht.

  2. 13. – 22. Oktober · 9 Nächte

    Coron, Palawan

    Lagunen zwischen Kalksteinwänden und eine ganze Flotte auf dem Meeresgrund.

  3. 23. Oktober – 1. November · 9 Nächte

    Malapascua

    Eine winzige Insel, ein Zimmer am Strand und die Haie vor dem Frühstück.

  4. 2. November, 18:10 · zurück am 3. November

    Heimflug

    Von Malapascua zurück nach Cebu, weiter nach Manila und wieder über Abu Dhabi. Mit Salz in den Haaren und einem Kopf voller Blau landen wir frühmorgens in Zürich.

Die Flüge

Langstrecke mit Etihad über Abu Dhabi. Nach Coron geht es mit einem Zwischenstopp in Cebu; der Flughafen dort heisst Busuanga. Alle Zeiten sind Ortszeiten.

  1. So, 11. Oktober

    Zürich Abu Dhabi

    Etihad

  2. Mo, 12. Oktober

    Abu Dhabi Manila

    Etihad

  3. Di, 13. Oktober

    Manila Cebu

    5J 585

  4. Di, 13. Oktober

    Cebu Coron

    DG 6066

  5. Do, 22. Oktober

    Coron Cebu

    am Abend

    noch offen

  6. Mo, 2. November

    Cebu Manila

    PR 2850

  7. Mo, 2. November

    Manila Abu Dhabi

    Etihad

  8. Di, 3. November

    Abu Dhabi Zürich

    Etihad

Von Cebu nach Malapascua geht es nicht per Flugzeug: Bus in den Norden der Insel, dann mit dem Boot über. Zurück am 1. November gleich wieder.

Kapitel eins

Coron, Palawan

13. – 22. Oktober · 9 Nächte

Kalksteininseln, die senkrecht aus dem Türkis wachsen, als hätte sie jemand dort hingestellt. Und darunter, in stillem Blau, eine ganze Flotte: Schiffe aus dem Zweiten Weltkrieg, die achtzig Jahre lang zu Korallenriffen geworden sind.

Wir fahren morgens mit einem Boot raus, das nach Diesel und Sonnencreme riecht, und kommen abends mit Salz in den Haaren zurück. Dazwischen: Reis, Mango, Schatten – und unter Wasser diese Stille, in der man sich nur anschauen und die Augen aufreissen kann.

Am Abend ist Coron Town müde. Grillspiesse am Strassenrand, kalte Getränke, das Rattern der Motorräder, und über allem so viele Sterne, dass es fast unhöflich wirkt.

Barracuda Lake – halb See, halb Wunder.
Kayangan Lake, der Blick, den alle kennen – und wir dann selber sehen.
Twin Lagoon: durch den Spalt im Felsen, und dahinter wird es still.
Coron am Abend, vom Mount Tapyas aus. Nichts los – und genau das ist der Punkt.

Was wir hier machen

  • Lagunen

    Kayangan Lake & Twin Lagoon

    Erst hoch über Holzstufen, bis der ganze Archipel unter uns liegt. Dann hinunter ins stille Wasser und durch einen Spalt im Felsen in die Twin Lagoon.

  • Wracks

    Okikawa Maru, Morazan, Olympia

    Wir gleiten über Decks, die vollständig von Korallen überzogen sind – und durch sie hindurch, mit Lampe, in Räume, die seit achtzig Jahren keiner betreten hat. Dazu gleich ein eigenes Kapitel – es ist die Hälfte der Reise.

  • Kurios

    Barracuda Lake

    Ein See, kein Meer. Auf halbem Weg nach unten wird das Wasser plötzlich warm wie Badewasser. Du wirst mich unter Wasser anlachen, ich weiss es schon.

  • Abends

    Maquinit Hot Springs

    Salzwasser-Thermalquellen mitten im Mangrovenwald. Am schönsten, wenn die Sonne gerade untergeht und die Haut noch vom Meer spannt.

  • 22. Oktober

    Ein letzter Morgen

    Noch einmal eine Lagune für uns allein. Danach der Flug nach Cebu, genau wenn der Himmel orange wird.

Zwischenkapitel

Die Flotte am Grund

Coron Bay · rund die Hälfte unserer Tauchgänge

Am 24. September 1944 wurde in dieser Bucht eine japanische Versorgungsflotte von einem Luftangriff überrascht. Ein Dutzend Schiffe ging unter und blieb liegen. Achtzig Jahre später sind es keine Schiffe mehr, sondern Gärten.

Das ist der Teil der Reise, auf den ich mich am meisten freue – und etwa die Hälfte unserer Tauchgänge. Coron ist einer der wenigen Orte, an denen man ein Wrack nicht als Metall erlebt, sondern als Leben: Relings voller Weichkorallen, Schwämme auf den Ladeluken, Fächer, die im Strom stehen wie Bäume.

Manche liegen so flach, dass Sonnenlicht bis auf das Deck fällt und alles grün und golden leuchtet. Andere beginnen erst da, wo das Blau dunkel wird, und tauchen langsam aus dem Dunst auf: zuerst ein Schatten, dann eine Kante, dann ein ganzes Schiff.

Und ja: wir gehen hinein. Durch eine offene Ladeluke in den Bauch des Schiffs, Lampe an, Staub im Lichtkegel. Drinnen ist es still und kühl, und man spürt, dass hier achtzig Jahre lang niemand mehr etwas angefasst hat – ein Werkzeug an der Wand, eine Treppe, die ins Dunkle führt. Ein paar Meter weiter steht die Sonne wieder als grünes Rechteck über uns, und man will sofort noch einmal rein.

Coron: an der Leine hinunter, bis die Aufbauten aus dem Grün auftauchen.
Von der Coron-Flotte selbst gibt es kaum freie Fotos – dieses zeigt die Carnatic im Roten Meer. Aber genau so ist es gemeint: ein Schiff, das zum Riff geworden ist, und wir zwei winzig darüber.
Die Thistlegorm im Roten Meer – ebenfalls ein Frachter aus dem Zweiten Weltkrieg. So lang, dass man immer nur ein Stück davon sieht. Die Okikawa Maru ist noch länger.
Coron: die Ladung liegt noch da, mit Schrift drauf. Da wird es plötzlich still.
Auf der Thistlegorm stehen die Lastwagen noch im Laderaum. In der Kogyo Maru sind es Zementsäcke und ein kleiner Traktor.

Die Schiffe, eines nach dem anderen

  • Tanker · gut 160 Meter

    Okikawa Maru

    So lang, dass wir ihn in einem Tauchgang nicht zu Ende sehen. Das Deck liegt flach genug für Sonnenlicht – alles zugewachsen, und überall Fledermausfische.

  • Frachter

    Morazan Maru

    Liegt auf der Seite, gut überwachsen, angenehm übersichtlich. Der Klassiker für den ersten Wracktauchgang – und der mit dem meisten Kleinzeug, wenn man langsam macht.

  • Frachter

    Olympia Maru

    Breite Ladeluken, viel Platz, viele Fische. Hier ist der Einstieg einfach und die Räume sind hoch – ein guter Ort, um zum ersten Mal drinnen zu sein.

  • Flugzeugtender

    Akitsushima

    Das Schiff mit dem Kran: der grosse Ladekran liegt noch neben dem Rumpf. Das eindrücklichste Stück Geschichte in der ganzen Bucht.

  • Versorgungsschiff

    Irako

    Tiefer, dunkler, fast unversehrt. Taucht als Schatten aus dem Dunst auf – der Tauchgang, bei dem man automatisch ruhiger atmet.

  • Frachter

    Kogyo Maru

    In den Laderäumen liegt noch, was das Schiff transportiert hat: Baumaterial, Zementsäcke, sogar ein kleiner Traktor. Ein Museum, in dem Korallen die Vitrinen sind.

  • Zwei kleine Boote

    East Tangat & Lusong

    So flach, dass man sie schnorchelnd anschauen kann. Genau richtig für einen faulen Nachmittag, wenn wir für einen dritten Tauchgang zu satt sind.

Welche es am Ende werden, entscheiden wir vor Ort – Okikawa Maru, Morazan und Olympia stehen aber fest.

Zwischenspiel

Wem wir da unten begegnen

Nicht alle jeden Tag, nicht alle garantiert. Aber das ist die Gästeliste – und ich wette, wir bekommen die meisten davon zu sehen.

  • Fuchshai

    Schwanzflosse so lang wie der ganze Körper. Kommt nur im ersten Licht.

  • Tigerhai

    Kein Wunschkonzert – aber am Monad Shoal stehen die Chancen dieses Jahr etwa fifty-fifty.

  • Mandarinfisch

    Fingerlang, unmöglich bunt – und nur in den letzten Minuten vor der Dunkelheit da.

  • Seeschlange

    Geringelt, neugierig, völlig entspannt. Sie hat mit uns nichts vor.

  • Karettschildkröte

    Frisst in Ruhe weiter, während wir daneben schweben und den Atem vergessen.

  • Anglerfisch

    Sieht aus wie ein Schwamm mit schlechter Laune. Man findet ihn erst, wenn man ihn übersehen hat.

  • Nacktschnecken

    Zwei Zentimeter pure Farbe auf einem grauen Stein. Wir bleiben viel zu lange davor.

  • Fledermausfische

    Ziehen in kleinen Gruppen über die Wracks und begleiten uns wie neugierige Hunde.

  • Schnapper

    Ganze Wolken davon, silbern, die sich um uns herum öffnen und wieder zusammenziehen.

Seitwärts wischen für alle acht.

Zwischenspiel

Eine kurze Nacht in Cebu

22. Oktober, beim Flughafen. Zwei Betten, ein Kaffee im Dunkeln, am Morgen Bus und Fähre. Nur eine Nacht zwischen einer Insel, die wir dann schon vermissen, und einer, die wir noch nicht kennen.

Kapitel zwei

Malapascua

23. Oktober – 1. November · 9 Nächte

Eine Insel, die man in einer Stunde umlaufen kann. Ein Zimmer direkt am Bounty Beach, mit Sand bis vor die Tür und dem Meer als Hintergrundrauschen.

Hier verschieben sich die Tage: früh raus, spät frühstücken, nachmittags nichts tun. Zwischen zwei Bootsfahrten liegt eine Hängematte, ein Buch, das ich mitnehme und dann sowieso nicht aufschlage, und geschnittene Mango.

Neun Nächte klingen nach viel. Am 1. November werden sie sich anfühlen wie drei.

Bounty Beach: unser Zimmer, drei Schritte vom Wasser.

Der Moment

Fuchshaie im ersten Licht

Sechs Mal, schätze ich, klingelt der Wecker um fünf. Sechs Mal steigen wir im Dunkeln ins Boot, mit Tee im Becher und ohne ein Wort, weil um diese Zeit niemand reden muss.

Und dann, wenn das Wasser gerade erst grau wird, kommen sie: lautlos aus dem Blau, mit Schwanzflossen so lang wie ihr ganzer Körper. Jedes einzelne Mal wird es sich lohnen. Jedes.

Genau das liegt im Tunnel von Gato Island unter den Felsen und schaut uns beim Vorbeiziehen zu. (Foto: ein Weissspitzen-Riffhai, aufgenommen anderswo.)
Kalanggaman: eine Sandbank mitten im Meer, sonst nichts.

Und ausserdem

  • Gato Island

    Der Tunnel

    Ein Durchgang quer durch den Felsen. Im Halbdunkel liegen Weissspitzen-Riffhaie, und Seeschlangen ziehen ihre Bahnen, als wären wir nicht da.

  • Monad Shoal

    Und vielleicht ein Tigerhai

    Die Tauchschule sagt: die Chance liegt momentan bei etwa fünfzig Prozent. Drei Meter Hai, gestreift, im tieferen Blau unter uns – und wenn es passiert, sagen wir oben erst mal beide nichts.

  • Kalanggaman

    Eine Sandbank, sonst nichts

    Ein weisser Streifen im offenen Meer, ein paar Palmen, kein Empfang. Ein ganzer Tag ohne Plan – ich habe schon Sonnencreme dabei.

  • Sonnenuntergang

    Mandarinfische

    Zwanzig Minuten Zeitfenster, kurz vor der Dunkelheit, über einem unscheinbaren Korallenhaufen. Wir warten still – und dann tanzen sie.

  • Doña Marilyn

    Noch ein Wrack

    Diesmal auf der Seite liegend, weit draussen, voller Leben. Ein grosses, ruhiges Blau, in dem man die Zeit vergisst.

  • Nachmittags

    Absolut nichts tun

    Salz auf der Haut trocknen lassen, Füsse im Sand, kaltes Getränk, dein Kopf auf meiner Schulter. Der eigentliche Grund für die ganze Reise.

Tag für Tag

Drei Wochen in zwölf Momenten

Kein Programm, das wir abarbeiten müssen. Nur die Reihenfolge, in der es passieren wird.

  1. Los geht’s

    21:15 ab Zürich. Wir schlafen irgendwo über Persien und wachen über dem Golf wieder auf.

  2. Ankunft in Manila

    Nach dem Umstieg in Abu Dhabi setzen wir um 22:00 Ortszeit auf. Eine Nacht beim Flughafen, mehr braucht es nicht.

  3. Weiter nach Coron

    Ein Flug mit Zwischenstopp in Cebu. Um 15:20 setzen wir in Busuanga auf – und unter uns liegt dieses Türkis, das man auf Fotos für übertrieben hält.

  4. 14. – 16. Okt

    Die ersten Wracks

    Über dem Deck der Okikawa Maru. Achtzig Jahre Korallen, dazwischen Schwärme, die sich öffnen und wieder schliessen.

  5. Kayangan Lake & Twin Lagoon

    Hoch über die Holzstufen, hinunter ins stille Wasser, dann durch den Felsspalt in die zweite Lagune.

  6. Barracuda Lake

    Halb nach unten, und das Wasser wird warm wie in der Wanne. Es ist so absurd, dass man lachen muss.

  7. 19. – 21. Okt

    Morazan, Olympia, Maquinit

    Zwei weitere Wracks, dazwischen Reis und Mango. Zum Abschluss die Thermalquellen, während die Sonne untergeht.

  8. Abschied von Palawan

    Ein letzter Morgen in einer Lagune, dann der Flug nach Cebu in den Sonnenuntergang. Nacht beim Flughafen.

  9. Nach Malapascua

    Auto, Boot, Sand. Am Nachmittag stehen wir vor unserem Zimmer am Bounty Beach und legen die Schuhe weg.

  10. 24. – 28. Okt

    Fuchshaie um fünf Uhr

    Etwa sechs Mal Wecker um fünf. Im Dunkeln raus – und wenn das Blau gerade hell wird, ziehen sie unter uns durch. Und mit etwas Glück ist auch ein Tigerhai dabei.

  11. Gato Island

    Ein Tunnel durch den Felsen, Riffhaie im Halbdunkel, Seeschlangen, die sich nicht für uns interessieren.

  12. 30. – 31. Okt

    Kalanggaman & Mandarinfische

    Eine weisse Sandbank mitten im Meer, ein Tag ohne Plan. Später das Wrack der Doña Marilyn – und zum Schluss die Mandarinfische.

  13. 1. – 3. Nov

    Ein letzter Sonnenaufgang

    Noch einmal die Haie, noch einmal Salz auf der Haut. Dann Boot, Strasse, Cebu – am 2. November um 18:10 ab Manila, und am 3. November früh sind wir zurück in Zürich.

Für dich

Drei Wochen, nur wir zwei

Ich freue mich mega mit dir it ferie z gah de herbst :-)

Elias & Noémie 11. Oktober – 3. November 2026

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